Frühstück im berühmten Café Landtmann

Wieder einmal sind wir im Auftrag von GOODMORNINGVIENNALOGO goddmorningvienna als Frühstücksbloggerinnen unterwegs und diesmal ins berühmte Café Landtmann eingeladen. Das freut mich ganz besonders weil ich „DAS LANDTMANN“, wie es die WienerInnen nennen, als Institution bereits seit meiner Kindheit kenne und schätze. Mit seiner zentralen Lage  direkt an der Wiener Ringstraße, neben dem Burgtheater und gegenüber von Rathaus und Universität – nur der prachtvolle Rathauspark liegt dazwischen –  ist es ein zentraler Treffpunkt zu jeder Tageszeit. Heute konzentrieren wir uns auf das Frühstück – denn das verdient die volle Aufmerksamkeit 🙂

Wir bestellen wieder einmal Eggs Benedict: 2 Bio Eier werden auf gebratenem Beinschinken und getoastetem English Muffin mit hausgemachter Sauce holandaise gratiniert, eine Avocado mit weichem Bio-Ei gefüllt – serviert auf köstlichem English Muffin, verfeinert mit Räucherlachs und Oberskren.Beides schmeckt ausgezeichnet. Die Eidotter sind perfekt wachsweich.

Als Begleitung dazu teilen wir uns ein erweitertes Wiener Frühstück – dazu gehört Tee oder Kaffee, Butter, Staud`s Marmelade oder Honig eine Platte mit Schinken- und Käsevariation  1 weiches Ei und 1/8 frisch gepresster Orangensaft. Legendär ist im Landtmann das handgemachte Gebäck – und für mich muss es immer wenn ich zum Frühstück hier bin ein Croissant mit Zucker bestreut sein. Und für Aurelia ein Schnittlauchbrot.

Nicht zu verachten wäre auch das original FRANZ LANDTMANN FRÜHSTÜCK. Das zusätzlich noch mit frischem Obst, Joghurt, Müsli und 1 Mini-Gugelhupf ergänzt wird. Aber das wäre beim besten Willen  zu viel. Das essen wir einfach beim nächsten Mal 😉

Wie gewohnt werden wir äußerst zuvorkommend von Herrn Daniel mit der bekannten Mischung aus Höflichkeit und Wiener Schmäh  bedient.

Und natürlich kann man das Landtmann nicht verlassen ohne etwas aus der Patisserie-Vitrine mit nach Hause zu nehmen.  diesmal die „Wiener Variation“ bestehend aus drei kleinen Stücken unterschiedlicher Torten und mein heiß geliebtes Rosentörtchen. Sicher eines der letzten in diesem Jahr, weil die Saison dem Ende zu geht. Aber dafür kommt dann im Herbst die Maroniblüte – und auf die freu ich mich jetzt schon 🙂

Alle Fotos: Aurelia Littig

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Literatur im Café Museum – Dichterlesung Klaudia Blasl am 7.9.2016

Alles neu macht … der September! Im Café Museum wurde die neu eingerichtete Bibliothek mit der Dichterlesung von Klaudia  Blasl eingeweiht.  Der erst am Tag vor der Lesung fertig gestellt Raum erstrahlt in neuem Glanz und ist absolut gelungen. Die dunkelgrüne Wandfarbe  hinter den zahlreichen Bücherregalen schafft ein elegantes, dezentes Ambiente zum Wohlfühlen. Ich bin mehr als eine halbe Stunde vor Beginn vor Ort und werde von einem ganz besonders freundlichen Ober, der mich erfreulicherweise auch den Rest des Abends zuvorkommend bedient,  zu meinem reservierten Platz geführt. – Das Reservieren kann ich übrigens ganz dringend empfehlen! Ganz bewusst will ich mich vor Beginn noch einstimmen, ankommen und natürlich auch einen kleinen Imbiss nehmen. Denn im Wiener Kaffeehaus gibt es ja nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern auch kleine Speisen und  hier im Café Museum sogar Mittagsmenüs. Eines der typischen Gerichte von der „kleinen Karte“ ist eine Schinkenrolle, – die habe ich schon ewig nicht mehr gegessen…. Und dazu ein kleines Bier. Ein köstlicher Genuss, schmeckt ausgezeichnet und ist mit reichlich Salat schön angerichtet. Und auch das Bier  ist frisch gezapft und gut gekühlt. So wie es sein soll.lesung2 lesung3

Dann geht es los: Kurze Vorstellung der Autorin. Klaudia Blasl ist gebürtige Steirerin und laut Selbstauskunft  süchtig nach gutem Essen und hat Germanistik studiert. Kein Wunder also, dass aus der Verbindung dieser beiden Leidenschaften  die Tätigkeit  als Kolumnistin und Kulinarikjournalistin  entstanden ist. Auf den Spuren des Essens hat sie bereits die halbe Welt bereist, lange Jahre in Italien verbracht.  Der erste Krimi „Miederhosenmord“ ist zunächst als Hobby quasi nebenbei entstanden. Heute liest Klaudia Blasl aus ihrem neuen Buch „GAMSBARTMASSAKER“. Beide Werke sind satirische Krimis und absurd-skuril. Auf der Frage, wie sie auf die Ideen zu ihren Bücher kommt, Antwort Klaudia Blas schlicht und ergreifend: „Ich komme vom Land“

Willkommen im Damischtal! Das Damischtal liegt in der Steiermark, der Heimat der Autorin  ist ihre Erfindung. Ein Wellness-Hotel für Hunde, eine Flüchtlingsbaracke für Menschen und eine schießwütige Jägerschaft – das kann nicht gut gehen. Schon gar nicht im österreichischen Damischtal. Und so endet böse, was gut gemeint begann. Ein ertränkter Mops in der Regenwassertonne bildet den Auftakt zu einer schaurigen Abfolge von Mord und Totschlag in der hinterwäldlerischen Provinz.

Mehr soll hier nicht verraten werden – aber ich kann nur wärmstens empfehlen, das Buch zu lesen. Ich habe es mir nach der Lesung beim Büchertisch gekauft, ruckzuck ausgelesen – und selten beim Lesen eines Buches so herzlich gelacht. Das übrigens auch bei der Lesung. Denn sowohl der beißende Humor, der durchaus treffend die täuschende Land-Idylle beschreibt – als auch die kreativen  Wortschöpfungen, treiben dem Publikum Lachtränen in die Augen. Ein absolut gelungener Abend mit doppeltem Genuss:  Imbiss und Lesung

Die Bücher von Klaudia Blasl sind im Emonsverlag erschienen: www.emons-verlag.de/autoren/klaudia-blasl

SLW 9/2016

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