Wie Pfarrer Kneipp mein Leben beeinflusst hat – und was er mit diesem Blog zu tun hat

Nein, hier geht es nicht um Religion, eher um kaltes Wasser, Kräuter  und altbewährte Hausmittel 😉. Und um es vorweg zu sagen ich habe ihn auch nicht persönlich gekannt. So alt bin ich auch wieder nicht 😂. (Mehr Infos zu Pfarrer Kneipp findet ihr hier : Pfarrer Kneipp)

Aber was habe ich dann mit ihm zu tun?

Als ich 7 Jahre alt war, also 1962-1963 ist meine Mama innerhalb eines Jahres dreimal fast gestorben. Am schwerwiegendsten war dabei ein Unfall bei Freunden mit einer Feuerzangenbowle. Der Gastgeber und damals bester Freund meiner Eltern war nicht achtsam beim Aufgießen des Alkohol auf den Zuckerhut und die Bowle ist explodiert und meine Mama hat komplett gebrannt. Resultat: schwerste Verbrennungen 3. Grades am  Oberkörper , den gesamten Armen, Kopf und Gesicht, keine Haare, Wimpern, Augenbrauen alles verbrannt . Die Folgen katastrophal: Lebensgefahr, wochenlanger Krankenhaus Aufenthalt, schwere Narben – nur im Gesicht sind wie durch ein Wunder  kaum sichtbare Narben geblieben , weil eine Klosterschwester täglich das Gesicht mit einer selbst gemachten Heilsalbe (nach einem Rezept von Pfarrer Kneipp)  behandelt hat  – und in der Folge Depressionen, Schlafstörungen, Valium gegen die Schmerzen etc.

Dann wollten die Ärzte meiner Mutter noch Haut transplantieren… Aber sie hatte genug und folgte dem Rat jener Klosterschwester, die sie so gut gepflegt hatte und letztlich für die Narbenfreiheit  im Gesicht verantwortlich war , und fuhr zu einer Kneippkur nach Schärding am Inn. Die Kuranstalt der Barmherzigen Brüder gibt es auch heute noch. Noch 6 Wochen kam sie geheilt und wie neugeboren zurück: kein Valium, keine Depressionen, keine Schmerzen statt dessen: neuer Lebensmut! Und den Pfarrer Kneipp, also seine Heilmethoden und Rezepte in Form seines Buches „meine Wasserkur“  hat sie mitgebracht und er wurde sozusagen zum  Familienmitglied.

Kneipp Buch

Das hat sich stark auf unsere Lebensweise ausgewirkt , ganz besonders natürlich auf die Anwendung von Hausmitteln. Vieles habe ich beibehalten und darauf aufbauend mich vermehrt mit Naturheilkunde, und später auch mit Bachblüten  und Aromatherapie beschäftigt. Über meine persönlichen Erfahrungen damit werde ich in  hier in diesem  Blog berichten – und alles begann mit Pfarrer Kneipp …

 

 

In Linz beginnt’s

.. Auch mein erster kulinarischer Bericht hier in diesem Blog…

Morgens zeitig mit der WESTBAHN (angenehm und schnell wie immer 🙂 ) von Wien nach LINZ – beruflicher Termin – und anschliessend als „Belohnung“ ein Besuch im Restaurant „bypreslmayer“ ( by preslmayer ) in der Pfarrgasse 18 – gleich beim Hauptplatz.  Wir hatten nicht reserviert – aber Glück!  – sind früh dran und auf Grund der Semesterferien ist nicht viel los. Wir bekommen einen gemütlichen Tisch in einer Fensterloge.  Das Lokal ist nicht sehr groß und das Ambiente gefällt mir ausgesprochen gut: alte, originale Holztische und Sessel, geschmackvoll kombiniert mit einigen modernen Stücken, z.B. den Hängelampen über den Tischen, oder der Tischdekoration. Es erinnert mich ein wenig an das „Oswald & Kalb“ vor ca 35 Jahren in der Wiener Bäckerstraße … damals eines der ersten Szenerestaurants im aus dem Dornröschenschlaf erwachenden Wien…

Wir werden sehr zuvorkommend von einem besonders freundlichen Kellner begrüßt und bedient. Die Speisekarte ist klein (sie wird alle 6 Wochen gewechselt) und macht Appetit. Wir entscheiden uns für eine Rindsuppe mit 3 Einlagen (Leberknödel, Griesnockerl, Fleischstrudel) und ein Krenschaumsüppchen. Das schmeckt mir so gut, dass ich vorsichtig frage, ob ich denn das Rezept bekommen könnte … und voilà nachdem wir mit dem Essen fertig sind kommt der Chef persönlich an unseren Tisch, freut sich, dass er Besuch aus Wien hat 😉 , und verrät mir die Zubereitung. Demnächst wird sie nachgekocht – voraussichtlich als Entree zum traditionellen in Brotteig eingebackenen  Osterschinken am Ostersamstag.

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Als Hauptspeise essen wir ein Trüffel-Risotto garniert mit wunderbaren frischen Kräutern, die ich nicht alle erkenne – und hausgemachte Canneloni mit einer Aubergienenfülle, garniert mit ganz jungen, kleinen Spinatblättern… KÖSTLICH.

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Als Dessert teilen wir uns einen Brownie mit Schockomousse und Mango-Eis- die Raffinesse dabei ist, dass der Brownie lauwarm ist, das Mousse Raumtemperatur hat und das Mango-Eis kalt!IMG_2053

… und sind rundum glücklich und bereit zur obligatorischen Fahrt auf den Pöstlingberg,  bevor wir uns wieder mit der Westbahn auf den Heimweg machen. Wir kommen wieder! Danke! – und sind davon überzeugt:

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Ein Erfolg- und Genuss-reicher Tag 🙂

Sonja